Ressorts.
Sechs Felder, in denen wir kontinuierlich publizieren — vom Strophe madre bis zum DOP-Schutz.
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Spoken
Das Ressort für die Spoken-Word-Tradition. US-amerikanische Beat-Generation-Erbe zwischen Allen Ginsberg „Howl" (1956 erstmals in San Francisco vorgetragen, City-Lights-Verlag 1956 von Lawrence Ferlinghetti), Jack Kerouac „On the Road" (1957 als prosa-spoken-Hybrid), William S. Burroughs „Naked Lunch" (1959 als Cut-up-Tradition), die 1970er-Spoken-Word-Klassiker zwischen Gil Scott-Heron „The Revolution Will Not Be Televised" (1971 als politisch-Spoken-Word-Hybrid) und Last Poets (Harlem seit 1968 als Hip-Hop-Vorgänger mit Felipe Luciano und Abiodun Oyewole), Hip-Hop-Spoken-Word-Tradition mit der Geneaologie von KRS-One bis Saul Williams (Slam Champion 1996), deutsche Spoken-Word-Welle der 2000er-Jahre zwischen Bas Böttcher (Berliner Slam-Klassiker), Sebastian Krämer und der wachsenden Identity-Politics-Stimme.
→ - 02
Lyrik
Das Ressort für die Lyrik-Tradition. Klassischer deutscher Lyrik-Kanon zwischen Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832 mit dem West-östlichen Divan 1819), Friedrich Schiller (1759-1805), Heinrich Heine (1797-1856 mit dem Buch der Lieder 1827), Friedrich Hölderlin (1770-1843), die Moderne zwischen Bertolt Brecht (1898-1956 mit seinen Hauspostille-Klassikern), Paul Celan (1920-1970 mit der Todesfuge 1948), Ingeborg Bachmann (1926-1973), Gegenwart-Lyrik zwischen den Hanser-/Suhrkamp-Klassikern (Michael Krüger, Hans Magnus Enzensberger) und der Indie-Verlags-Welt (Marcel Beyer, Monika Rinck, Steffen Popp, Daniela Seel), Lyrik-Übersetzung als handwerkliche Disziplin mit der Reclam-/dtv-Zweisprachig-Tradition und der wachsenden Übersetzungs-Kritik-Welle.
→ - 03
Slam
Das Ressort für die Poetry-Slam-Welt. Geburt durch Marc Smith 1986 im Get-Me-High-Lounge in Chicago als Reaktion auf die akademische Lyrik-Lesungs-Tradition (Smith als Bau-Arbeiter, der „more interaction" wollte), die Wende zur Massen-Bewegung durch den Green-Mill-Spoken-Word-Slam in Uptown Chicago seit Juli 1986, US-amerikanische National Poetry Slam seit 1990 in San Francisco, deutsche Slam-Tradition seit 1996 mit dem ersten Slam in Berlin am Boddinplatz (organisiert von Wolf Hogekamp und dem damaligen Slam-Pionier Bas Böttcher), deutsche Meisterschaften (DM seit 1997, jährlich mit über 100 teilnehmenden Slammer:innen in mehreren Vorrunden und einem Finale), Slam-Formate zwischen Solo (klassisch), Tag-Team (zwei Performer:innen), Battle (Eins-gegen-Eins), Theme-Slam (mit fixiertem Motto), Open-Mic-Tradition als Einstiegsformat ohne Wettbewerb.
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Performance
Das Ressort für die Bühnen-Praxis der Lyrik-Performance. Klassische Lesungs-Tradition zwischen Wiener Lesungs-Tradition mit Carl Hanser Verlag-Reihe (Akzente-Lesungen seit 1954), der gehobenen Buchladens-Lesungs-Praxis und der Open-Air-Lesung in Sommer-Monate, Spoken-Word-Bühnen-Tradition mit ihrer Mikrofon-/Loop-Station-Welt (mit Roland Phrase-Sampler als klassisches Performance-Tool), Festival-Welt zwischen poetry.bewegt (Wien als jährliches Spoken-Word-Festival), Internationales Literaturfestival Berlin (seit 2001 von Ulrich Schreiber gegründet als jährliches Mega-Event mit über 200 Lesungen), lit.Cologne (Köln seit 2001 als urbanes Literatur-Festival), KLAK-Verlag-Lesungen-Tradition, die wachsende Hybrid-Form zwischen Lyrik und Theater (Wiener Schauspielhaus-Tradition mit Sprechtheater-Lyrik-Inszenierungen).
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Verlag
Das Ressort für die Lyrik-Verlags-Welt. Klassische Lyrik-Verlage zwischen Hanser (München seit 1928 mit der Reihe Edition Akzente als Lyrik-Klassiker), Suhrkamp (Frankfurt seit 1950 mit dem Insel-Imprint als Lyrik-Klassiker), Wallstein (Göttingen seit 1986 als Universitäts-Verlag mit Lyrik-Schwerpunkt), dtv (München als Taschenbuch-Klassiker mit Lyrik-Reihen), Reclam (Stuttgart seit 1828 mit der Zweisprachigen-Tradition seit den 1970ern), Indie-Verlags-Welt zwischen kookbooks (Berlin seit 2003 von Daniela Seel gegründet als zentraler Indie-Lyrik-Verlag mit Schwerpunkt auf Gegenwart-Lyrik), hochroth (Berlin seit 2008 als Lyrik-Heft-Tradition), Edition Korrespondenzen (Wien als österreichischer Lyrik-Verlag), KLAK Verlag (Berlin als Lyrik-/Spoken-Word-Verlag), die wachsende Selbstverlag-Welle.
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Geschichte
Das Ressort für die Lyrik-Geschichte. Beat-Generation zwischen San Francisco Renaissance seit 1953 (Lawrence Ferlinghetti gründet City Lights Bookstore 1953 als Lyrik-Welt-Klassiker), „Howl"-Obszönitäts-Prozess 1957 als Wendepunkt der US-Lyrik-Freiheit (Ferlinghetti wegen Verbreitung als Verleger angeklagt, freigesprochen Oktober 1957 in San Francisco), Greenwich-Village-Tradition mit der 1960er-Spoken-Word-Welle, Black-Arts-Movement seit Mitte 1960er (Amiri Baraka als Pionier, Last Poets seit 1968 als Hip-Hop-Vorgänger), Beat-zu-Slam-Übergang zwischen den klassischen Beat-Lesungen und der Marc-Smith-Slam-Revolution 1986, deutsche Spoken-Word-Welle der 2000er als Reaktion auf den US-Slam-Import, die wachsende Identity-Politics-Lyrik (Audre Lorde-Erbe „The Master’s Tools" 1984, Spoken-Word-Migrationsgeschichte mit Kübra Gümüşay-Tradition).
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